Die ersten 10.000 Unterschriften sind geschafft!

cottbus 50

Kunstaktion zur Demonstration anlässlich der Landwirtschaftsministerkonferenz in Cottbus am 3. April 2014

Das Aktionsbündnis Agrarwende sammelt nach nicht einmal 2 Monaten bereits die zehntausendste Unterschrift für die Volksinitiative Brandenburg „Stoppt Massentierhaltung“. Die Initiatoren sehen den frühen Erfolg als Bestätigung ihrer Kampagne.

Bis Freitag den 9. Mai gingen insgesamt 10.066 Unterschriften gegen die Massentierhaltung im Kampagnenbüro der Initiative in Potsdam ein. Für eine erfolgreiche Volksinitiative müssen die Initiatoren innerhalb eines Jahres 20.000 gültige Unterschriften beim Landeswahlleiter einreichen. Die Tatsache, dass nach etwas mehr als 9 Wochen bereits eine solch hohe Anzahl an Unterschriften gesammelt werden konnte, zeigt, dass das Thema bei der Bevölkerung einen Nerv trifft.

Zwar wurde fast die Hälfte der Unterschriften innerhalb des Bündnisses selbst auf Veranstaltungen und öffentlichen Sammlungen eingeholt. Eine echte Überraschung aber ist die hohe Zahl der Zuschriften, welche die Organisatoren täglich per Post erreichen. Hierbei kamen noch einmal ca. 4.000 Stimmen zusammen. Dabei handelt es sich um Bürgerinnen und Bürger, die sich durch das Thema angesprochen fühlen. Sie werden in ihrem eigenen Umfeld aktiv und schicken jeweils eine Hand voll ausgefüllter Listen zurück.

Jetzt wollen die Initiatoren ihre Aktivitäten noch ausbauen: Mit einem Angebot an Workshops und Themenabenden suchen die Organisatoren noch Bündnispartner und Multiplikatoren, die gemeinsam mit dem Bündnis in die Öffentlichkeit gehen. Bürgerinnen und Bürgern soll dabei das Thema „Massentierhaltung“ näher gebracht werden. Neben guten Argumenten für die Aufklärungsarbeit z.B. an einem Infostand soll hierbei Hilfestellung angeboten werden, selbst eigene Unterschriftensammlungen zu organisieren. Gerade in einem Flächenland wie Brandenburg ist es entscheidend, auch flächendeckend präsent und gut vernetzt zu sein.

Zur Erinnerung: Zwar ist in Brandenburg die absolute Anzahl an gehaltenen Nutztieren im Vergleich zu anderen Bundesländern noch relativ klein. Jedoch gibt es seit den letzten Jahren eindeutig eine Entwicklung hin zum Bau immer größerer Megaställe. Anlagen mit 400.000 Hühnchen oder 40.000 Schweinen an einem Ort sind geplant oder bereits im Genehmigungsverfahren. Zu erwartender Zulieferverkehr, Emissionen und die Überdüngung der Böden in der Umgebung bedeuten eine erhebliche Belastung für Mensch, Tier und Umwelt. Neben den nicht artgerechten Haltungsbedingungen in den Ställen stellt insbesondere der massenhafte Einsatz von Antibiotika ein großes Gefahrenpotential dar.

Das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg ist ein Zusammenschluss von ökologischen Anbauverbänden, der Tierschutz-, Natur- und Umweltschutzverbände und Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung in Berlin und Brandenburg, die eine Agrarwende für den Erhalt und Förderung ländlicher Räume, bäuerlicher Landwirtschaft und gesunder Lebensmittel fordern. Zusammen mit über 40 Organisationen hat das Aktionsbündnis am 13. März 2014 die Volksinitiative gegen Massentierhaltung in Brandenburg gestartet. 25.000 Unterschriften sollen der jetzigen und zukünftigen Landesregierung verdeutlichen, dass die Zukunft der Tierhaltung und Landwirtschaft in Brandenburg ein entscheidendes Thema der bevorstehenden Landtagswahl ist.

Advertisements